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12/08


12/06

Das Überraschungsteam Marokko hat in Katar auch den ehemaligen Weltmeister Spanien besiegt und steht nun zum ersten Mal im Viertelfinale einer Fußball-WM. Nach 120 hochspannenden aber torlosen Minuten gewannen die Nordafrikaner am Dienstag im Elfmeterschießen mit 3:0. Ihr Torwart Bono vom FC Sevilla hielt vor 44 667 Zuschauern im Education-City-Stadion von Doha zwei Elfmeter, zudem traf der Spanier Pablo Sarabia nur den Pfosten.Marokko ist erst das vierte afrikanische Land, das es bei einer Weltmeisterschaft unter die besten acht Teams geschafft hat: Das gelang vorher nur Ghana 2010, Senegal 2002 und Kamerun 1990. In der Vorrunde dieses Turniers hatte das Team des Bayern-Profis Noussair Mazraoui und des ehemaligen deutschen U21-Nationalspielers Abdelhamid Sabiri bereits den WM-Zweiten Kroatien und den WM-Dritten Belgien hinter sich gelassen. Die Spanier dagegen waren bereits im WM-Achtelfinale 2018 (gegen Russland) und im EM-Halbfinale 2021 (gegen Italien) jeweils im Elfmeterschießen gescheitert. Spanien hatte schon mit der 1:2-Niederlage im letzten Gruppenspiel Zweifel genährt, ob es wirklich zu den ganz Großen dieses Turniers gehören wird.


12/06

Ganz Afrika jubelt: Beflügelt von 20.000 fanatischen Anhängern hat Marokko die spanische Passmaschine abgewürgt und durch ein 3:0 in einem Elfmeter-Krimi das Viertelfinale der WM erreicht. Die "Löwen vom Atlas" setzten ihre märchenhafte Siegesserie in Katar nach zuvor 120 torlosen Minuten gegen den favorisierten Weltmeister von 2010 mit Nervenstärke fort, sie stehen damit als vierte afrikanische Mannschaft nach Kamerun, dem Senegal und zuletzt Ghana unter den letzten Acht. Gegner ist am Samstag Portugal oder die Schweiz. Zum Helden mit drei gehaltenen Elfmetern für Marokko wurde Torhüter Bono - der in Spanien beim FC Sevilla beschäftigt ist. Er parierte die Schüsse von Pablo Sarabia, Carlos Soler und Sergio Busquets und verwandelte die Arena in ein Tollhaus. Vor ihrem überragenden Schlussmann hatten die kampfstarken Marokkaner mit Noussair Mazrouni vom FC Bayern zuvor 120 Minuten lang eine undurchdringbare Abwehrwand aufgebaut, sie zeigten sich taktisch diszipliniert, rannten sich die Lunge aus dem Leib - und sie hatten zudem im Education City Stadium von Ar-Rayyan ein Heimspiel. Der ohnehin ohrenbetäubende Lärm steigerte sich zu einem Orkan, als der Sieg gewiss war. Bis zum Elfmeterschießen hatten sich die Marokkaner mit Leidenschaft und trotz nachlassender Kräfte erfolgreich gegen die beinahe durchgehende spanische Dauerbelagerung gestemmt. Nach 90 Minuten hatte die "Furia Roja" schon 768 Pässe gespielt, 94 Prozent davon waren angekommen - doch der Ertrag blieb spärlich. Je länger das Spiel dauerte, desto weniger Entlastung gelang den Marokkanern, einmal, in der 104. Minute, hätte Walid Cheddira allerdings schon für die Entscheidung sorgen können. Marokko hatte erst zum zweiten Mal in einem Achtelfinale gestanden: 1986 gab es ein 0:1 gegen die Mannschaft des Deutschan Fußball-Bundes (DFB), als Lothar Matthäus in der 87. Minute einen direkten Freistoß verwandelte. Für Spanien war es nach dem Titelgewinn 2010 und dem Scheitern 2014 in der Gruppenphase bereits das zweite Aus nacheinander in der ersten K.o.-Runde: 2018 kam das Ende im Elfmeterschießen gegen Russland. Das 1:2 gegen Japan im letzten Gruppenspiel hatte Spanien noch als ärgerlichen Betriebsunfall abgehandelt. Ja, dadurch war natürlich Deutschland ausgeschieden, aber das sei alles "gar nicht so schlimm", sagte Stürmer Alvaro Morata: "Zum Glück ist der Fehler passiert, als es noch eine Chance gab. Wäre es eine Runde später passiert, hätten wir vier Jahre lang geweint." So gesehen weint Spanien nun. Marokko jedenfalls war bereit, freudig Stöckchen in die Zahnräder der spanischen Passmaschine zu stecken. "Warum nicht nach dem Himmel streben? Warum nicht davon träumen, diesen Pokal zu holen?", hatte Trainer Walid Regragui vor dem Spiel gefragt. Und ja: Warum denn nicht Marokko? Alles scheint möglich für die Mannschaft um ihren Superstar Hakim Ziyech vom FC Chelsea.


12/06


12/06

Jubel im Lager von Marokko, große Enttäuschung bei Spanien.
Game over! Final Score: 3:0
Shootout


12/06

Sensation perfekt: Marokko im Viertelfinale und trifft auf den Sieger Portugal gegen Schweiz
Goal! Marokko Achraf Hakimi


12/06

Drei Spanier haben den Strafstoß vergeben
Penalty missed! Spanien Sergio Busquets (Caught by Bounou)
Penalty missed! Marokko Badr Benoun (Caught by Unai Simon)
Penalty missed! Spanien Carlos Soler (Caught by Bounou)
Goal! Marokko Hakim Ziyech
Penalty missed! (Goal Post) Spanien Pablo Sarabia
Goal! Marokko Abdelhamid Sabiri

Lineup

Marokko


Goal Keeper
Bounou

Defense
Achraf HakimiNoussair MazraouiNayef AguerdRomain Saiss

Midfield
Sofyan AmrabatAzzedine OunahiSelim Amallah

Forward
Hakim ZiyechSofiane BoufalYoussef En-Nesyri

Bench
Monir El KajoudiAhmed Reda TagnaoutiAbderrazak HamdallahAnass ZarouryAbdelhamid SabiriIlias ChairZakaria AboukhalEz AbdeJawad El-YamiqAchraf DariWalid CheddiraBilal El KhannoussBadr BenounYahia Attiyat AllahYahya Jabrane


Spanien


Goal Keeper
Unai Simon

Defense
Marcos LlorenteRodrigoJordi AlbaAymeric Laporte

Midfield
Sergio BusquetsGaviPedri

Forward
Marco AsensioFerran TorresDani Olmo

Bench
Robert SanchezDavid RayaCesar AzpilicuetaEric GarciaPau TorresAlvaro MorataKokeNico WilliamsBaldeHugo GuillamonYeremy PinoCarlos SolerDani CarvajalPablo SarabiaAnsu Fati



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